Das Fraunhofer IPK unterstützt Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), mit gezielten Methoden und digitalen Lösungen für Nachhaltigkeit und Industrie-4.0-Anwendungen in der Fertigung, wie der Institutseigene Monitoringbericht 2025 im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation belegt. Viele KMU stehen laut Fraunhofer IPK vor erheblichen Herausforderungen, wenn es darum geht, Nachhaltigkeitsanforderungen systematisch in ihre Betriebsabläufe zu integrieren. Konkrete Kooperationsangebote wie das Nachhaltigkeitsbenchmarking und Projekte wie KliMaWirtschaft sollen diese Lücke schließen. Für Entscheider im Mittelstand bedeutet das: Fraunhofer bietet praxisnahe Einstiegspunkte in Industrie-4.0-Strukturen, ohne dass Unternehmen zunächst eigene Expertise aufbauen müssen.
Fraunhofer-KI-Zentren: Kooperationen mit Mittelstand und Industrie-4.0-Projekte 2024/2025
Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt Unternehmen der Industrie und des Mittelstands mit gezielten Forschungs- und Transferprojekten an der Schnittstelle von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen dabei praxisnahe Methoden, die Betriebe direkt in ihrer Produktion und Unternehmenssteuerung einsetzen können.
Nachhaltigkeitsmanagement als Schwerpunkt für KMU
Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) hat sich auf die Entwicklung digitaler Lösungen für das Nachhaltigkeitsmanagement spezialisiert. Laut Fraunhofer IPK stellt Nachhaltigkeit vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor erhebliche Herausforderungen. Das Institut bietet deshalb ein spezifisches Nachhaltigkeitsbenchmarking an, das KMU eine erste Orientierung über ihre eigene Nachhaltigkeitsperformance verschaffen soll. Ergänzend laufen Projekte wie “KliMaWirtschaft”, die einzelne Teilaspekte des übergeordneten Themenfelds vertiefen. Ziel ist es, Unternehmen bei der Reduktion von Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und dem ressourcenschonenden Einsatz von Materialien entlang des gesamten Produktlebenszyklus zu unterstützen.
Anforderungen an Produktion und Unternehmenssteuerung steigen
Die Anforderungen an Produkte und deren Fertigung verändern sich laut Fraunhofer IPK grundlegend. Klimaneutralität, Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit sind dabei nicht mehr nur regulatorische Vorgaben, sondern werden zunehmend zu Wettbewerbsfaktoren. Das Fraunhofer IPK begleitet Unternehmen auf mehreren Ebenen gleichzeitig: von der strategischen Unternehmenssteuerung über die Anpassung von Produktlebenszyklen bis hin zur Optimierung konkreter Produktionsabläufe. Dabei wird explizit auf internationale Anschlussfähigkeit geachtet.
Praktische Implikationen für Unternehmen und Entscheider
1. Benchmarking als Einstiegspunkt: Für KMU, die noch am Anfang ihrer Nachhaltigkeitsstrategie stehen, bietet das Fraunhofer-Benchmarking-Tool einen niedrigschwelligen Einstieg, um den eigenen Status quo messbar zu machen, bevor kostspielige Maßnahmen eingeleitet werden.
2. Projektbasierte Förderung nutzen: Initiativen wie “KliMaWirtschaft” zeigen, dass Fraunhofer-Institute auch im Verbund mit Unternehmen an geförderten Projekten arbeiten. Entscheider sollten prüfen, ob eine Beteiligung an laufenden oder geplanten Verbundprojekten für ihr Haus in Frage kommt.
3. Ganzheitlicher Ansatz statt Einzelmaßnahmen: Fraunhofer IPK betont, dass sowohl Unternehmenssteuerung als auch Produktions- und Produktebene adressiert werden müssen. Unternehmen, die nur auf einer Ebene ansetzen, riskieren, regulatorische und Marktanforderungen mittelfristig nicht vollständig zu erfüllen.
4. Internationale Kompatibilität einplanen: Da Fraunhofer explizit auf internationale Ebene verweist, sollten produzierende Unternehmen mit globalem Geschäft sicherstellen, dass ihre Nachhaltigkeits- und KI-Lösungen nicht nur national, sondern auch im internationalen Kontext belastbar sind.
Pakt für Forschung und Innovation: institutioneller Rahmen
Der “Pakt für Forschung und Innovation” bildet den institutionellen Rahmen, in dem Fraunhofer seine Forschungsaktivitäten und Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie strategisch ausrichtet. Der zugehörige Monitoringbericht 2025 dokumentiert den Fortschritt der Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen dieser Vereinbarung mit Bund und Ländern. Er gibt Auskunft darüber, wie die Organisation ihre Mittel einsetzt und welche Transferleistungen in Richtung Industrie und Gesellschaft erbracht werden. Für Unternehmen, die Kooperationen mit Fraunhofer-Instituten anstreben, ist dieser Bericht ein relevanter Referenzrahmen, um Prioritäten und Förderschwerpunkte einzuordnen.
Quellen
- Fraunhofer-Jahresbericht 2024
- Fraunhofer-Monitoringbericht 2025: Pakt für Forschung und Innovation
- Fraunhofer IPK: Nachhaltigkeit in die Industrie
Häufige Fragen
Welche Rolle spielt das Fraunhofer-Institut beim Thema Nachhaltigkeit für kleine und mittlere Unternehmen?
Das Fraunhofer IPK unterstützt KMU gezielt dabei, Nachhaltigkeitsanforderungen systematisch umzusetzen. Dazu gehören Methoden und digitale Lösungen für das Nachhaltigkeitsmanagement, darunter ein speziell für KMU entwickeltes Nachhaltigkeitsbenchmarking, das Unternehmen eine erste Orientierung über ihre eigene Nachhaltigkeitsperformance vermittelt. Aktuelle Projekte wie KliMaWirtschaft vertiefen einzelne Teilaspekte dieses Rahmens.
Welche konkreten Handlungsfelder adressiert Fraunhofer IPK in der industriellen Nachhaltigkeitstransformation?
Das Fraunhofer IPK setzt auf drei Ebenen an: Unternehmenssteuerung, Produktlebenszyklus und Produktionsabläufe. Konkret geht es um die Senkung des Energieverbrauchs, die Wiederverwendung von Materialien sowie die Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Diese Maßnahmen werden auch im internationalen Kontext entwickelt und erprobt.
Warum stellt Nachhaltigkeit besonders KMU vor Herausforderungen?
Laut Forschenden des Fraunhofer IPK wissen viele Unternehmen nicht, wo sie bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen ansetzen sollen. Vor allem KMU fehlt häufig die strukturierte Orientierung über die eigene Nachhaltigkeitsperformance. Das Institut begegnet diesem Problem mit praxisnahen Benchmarking-Methoden und digitalen Werkzeugen, die den Einstieg in ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement erleichtern.
Welchen Rahmen bildet der Pakt für Forschung und Innovation für Fraunhofer-Kooperationen mit der Industrie?
Der Pakt für Forschung und Innovation bildet die vertragliche Grundlage für die institutionelle Förderung der Fraunhofer-Gesellschaft durch Bund und Länder. Der zugehörige Monitoringbericht 2025 dokumentiert die Fortschritte in wissenschaftlicher Exzellenz und Transferleistung. Er liefert damit einen strukturierten Nachweis darüber, wie Fraunhofer-Institute ihre Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie ausbauen und weiterentwickeln.
Wie unterstützt Fraunhofer Unternehmen dabei, gesetzliche Klimaanforderungen in die Fertigung zu integrieren?
Das Fraunhofer IPK entwickelt zielgerichtete Lösungen, die Unternehmen helfen, klimaneutrale, ressourcenschonende und umweltverträgliche Fertigungsprozesse aufzubauen. Die Anforderungen an Produkte und Produktion verändern sich laut Fraunhofer IPK massiv. Das Institut begleitet Unternehmen sowohl bei strategischen Entscheidungen auf Steuerungsebene als auch bei operativen Anpassungen entlang des Produktlebenszyklus.




