Im vierten Quartal 2022 blieben in Deutschland laut Plattform Lernende Systeme 1,9 Millionen Stellen unbesetzt. Besonders im Mittelstand fehlt es an KI-Fachkräften und an einer zentralen Digitalstrategie: Laut Bitkom haben 17 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten keine solche Strategie. Für mittelständische Entscheider verschärft sich der Druck von zwei Seiten: Qualifiziertes KI-Personal ist knapp, und intern fehlen Strukturen, um vorhandene Mitarbeitende systematisch weiterzubilden. Die Bundesregierung setzt im Koalitionsvertrag 2025 auf eine Doppelstrategie aus internationaler Fachkräftegewinnung und gezieltem Kompetenzaufbau im Inland. Microlearning-Plattformen bieten hier einen pragmatischen Ansatz, um Upskilling ohne lange Auszeiten in den Arbeitsalltag zu integrieren.
KI-Fachkräftemangel im Mittelstand: Strategien zur Personalakquisition und Upskilling durch Microlearning 2025
Im vierten Quartal 2022 waren in Deutschland laut der Plattform Lernende Systeme 1,9 Millionen Stellen unbesetzt. Der Engpass betrifft längst nicht mehr nur klassische Berufsfelder wie Pflege oder Bau: Auch KI-Expertinnen und -Experten fehlen in den Unternehmen, während der Renteneintritt der Babyboomer-Generation den Druck weiter verschärft.
Hohe Tool-Nutzung, geringe Strategietiefe
Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte, zitiert von Heise Business Services, liegen deutsche Unternehmen bei der Nutzung von KI-Tools weltweit an der Spitze: Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass über 60 Prozent ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits KI-Tools einsetzen. In keiner anderen untersuchten Region war dieser Wert so hoch.
Der strategische Mehrwert bleibt dennoch begrenzt. Viele Betriebe nutzen Künstliche Intelligenz ausschließlich zur Verbesserung der operativen Effizienz, ohne eine weitergehende digitale Transformation anzustoßen. Besonders ausgeprägt ist diese Lücke im Mittelstand: Eine Studie des Branchenverbands Bitkom ergab, dass 17 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten keine Digitalstrategie besitzen. Bei Großunternehmen liegt dieser Wert bei lediglich acht Prozent. Wer KI-Initiativen im Mittelstand erfolgreich gestalten will, braucht zunächst eine belastbare strategische Grundlage.
Bundesregierung setzt auf Doppelstrategie
Der Koalitionsvertrag 2025 von CDU, CSU und SPD adressiert den IT-Fachkräftemangel mit einem mehrstufigen Ansatz, der laut Golem Karrierewelt aus zwei Säulen besteht: der gezielten Anwerbung internationaler Fachkräfte sowie der nachhaltigen Stärkung inländischer Aus- und Weiterbildung.
Kernstück der internationalen Komponente ist eine neu zu schaffende digitale Agentur für Fachkräfteeinwanderung, die unter dem Namen Work-and-stay-Agentur firmieren soll. Sie soll legale und geordnete Zuwanderung in den Arbeitsmarkt vereinfachen und beschleunigen. Parallel dazu plant die Bundesregierung den Ausbau digitaler Kompetenzen, unter anderem durch die Förderung von KI-Bildung bereits in der Schule.
Für mittelständische Unternehmen ergibt sich daraus mittelfristig ein erweiterter Bewerbermarkt. Kurzfristig bleibt die Lücke jedoch bestehen, was den Fokus auf interne Qualifizierungsmaßnahmen verstärkt. Welche konkreten Recruiting- und Weiterbildungsstrategien Betriebe heute einsetzen können, zeigen aktuelle Praxiserhebungen.
KI als Instrument zur Fachkräftesicherung
Die Plattform Lernende Systeme beschreibt in einem Whitepaper vom Juni 2024, wie KI selbst zur Lösung des Fachkräfteproblems beitragen kann. Drei Hebel werden dabei hervorgehoben:
- Entlastung bestehender Belegschaften: KI-gestützte Assistenzsysteme übernehmen repetitive Aufgaben und erhöhen die Produktivität je Mitarbeiterin und Mitarbeiter. Das verringert den Netto-Bedarf an zusätzlichem Personal.
- Integration bisher ungenutzter Arbeitskräftepotenziale: KI kann die Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt unterstützen, etwa durch adaptive Kommunikationstools oder barrierefreie Schnittstellen.
- Aufbau von KI-Kompetenzen durch Bildungsinvestitionen: Die Experten der Plattform nennen die Förderung von KI-Kompetenzen ab der Schulzeit sowie Investitionen in Daten- und Recheninfrastrukturen als notwendige Rahmenbedingungen.
Microlearning-Plattformen, die Lerninhalte in kurze, kontextbezogene Einheiten gliedern, bieten für den Mittelstand einen praktischen Einstieg in den Kompetenzaufbau: Sie lassen sich ohne lange Freistellungszeiten in den Arbeitsalltag integrieren und erlauben eine bedarfsgenaue Qualifizierung entlang konkreter Anwendungsfälle. Weiterführende Überlegungen zur Personalentwicklung und externen Partnerschaft ergänzen diesen Ansatz.
Vier praktische Implikationen für Entscheider
1. Strategielücke schließen, bevor Tools ausgerollt werden. Die hohe Tool-Nutzungsquote täuscht über das Fehlen strategischer Verankerung hinweg. Unternehmen sollten vor weiteren Investitionen klären, welche Geschäftsziele mit KI erreicht werden sollen, und daran die Qualifikationsanforderungen ableiten.
2. Internationale Rekrutierungswege frühzeitig prüfen. Die geplante Work-and-stay-Agentur wird voraussichtlich mittelfristig operative Relevanz entfalten. Mittelständler, die jetzt Prozesse für internationale Einstellungen aufbauen, können früher von einem erweiterten Talentpool profitieren. Einschlägige Recruiting-Strategien für KI-Fachkräfte bieten dafür strukturierte Ansatzpunkte.
3. Bestehende Belegschaften als primäre KI-Ressource begreifen. Statt ausschließlich auf Neueinstellungen zu setzen, lohnt der Blick auf die eigene Belegschaft. Microlearning-Formate ermöglichen die schrittweise Qualifizierung ohne Produktionsunterbrechung. Die Plattform Lernende Systeme empfiehlt dabei, KI-Kompetenzen systematisch und berufsbegleitend aufzubauen.
4. Inklusion als Hebel für Fachkräftesicherung nutzen. Menschen mit Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund stellen laut der Plattform Lernende Systeme ein bislang untergenutztes Arbeitskräftepotenzial dar. KI-gestützte Arbeitsplatzanpassungen können deren Integration erleichtern und den Gesamtpool verfügbarer Fachkräfte verbreitern. Das Bitkom-Datenmaterial zu KI-Budgets im Mittelstand gibt Aufschluss darüber, welche Investitionen dafür realistisch sind.
Quellen
- Erfolg mit KI im Mittelstand – Heise Business Services
- Koalitionsvertrag 2025: Auf dem Weg zur KI-Nation – Golem Karrierewelt
- Assistenz und Teilhabe: Wie KI dem Fachkräftemangel entgegenwirkt – Plattform Lernende Systeme (05.06.2024)
Häufige Fragen
Wie verbreitet ist der Einsatz von KI-Tools in deutschen Unternehmen tatsächlich?
Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte liegen deutsche Unternehmen bei der Nutzung von KI-Tools weltweit an der Spitze: Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass über 60 Prozent ihrer Mitarbeiter bereits KI-Tools einsetzen. In keiner anderen untersuchten Region war dieser Wert so hoch. Der strategische Mehrwert bleibt jedoch gering, da der Einsatz häufig auf operative Effizienzgewinne beschränkt bleibt.
Warum scheitern KI-Projekte im Mittelstand besonders häufig?
Ein zentrales Problem ist das Fehlen einer klaren Digitalstrategie. Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom haben 17 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten keine Digitalstrategie. Bei großen Unternehmen liegt dieser Anteil nur bei acht Prozent. Ohne strategische Einbettung werden KI-Initiativen oft als Einzelmaßnahmen umgesetzt, was nachhaltige Wirkung verhindert.
Wie kann KI dem Fachkräftemangel im Mittelstand konkret entgegenwirken?
Die Plattform Lernende Systeme beschreibt in einem Whitepaper mehrere Ansätze: KI kann bestehende Beschäftigte entlasten, die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt unterstützen und so das verfügbare Arbeitskräftepotenzial erweitern. Im vierten Quartal 2022 waren laut der Plattform bereits 1,9 Millionen Stellen in Deutschland unbesetzt, darunter auch Positionen für KI-Fachkräfte. Voraussetzung für einen wirksamen Einsatz sind Investitionen in KI-Kompetenzen sowie in Daten- und Recheninfrastrukturen.
Was plant die Bundesregierung 2025, um den IT-Fachkräftemangel zu bekämpfen?
CDU, CSU und SPD verfolgen im Koalitionsvertrag 2025 eine Doppelstrategie: Einerseits soll eine neu zu schaffende digitale Agentur für Fachkräfteeinwanderung, die sogenannte Work-and-stay-Agentur, die Zuwanderung internationaler IT-Fachkräfte und wissenschaftlichen Personals vereinfachen und beschleunigen. Andererseits setzt die Bundesregierung auf den Ausbau inländischer digitaler Aus- und Weiterbildung, um langfristig eigene Fachkräfte zu sichern.
Ab welchem Zeitpunkt sollten KI-Kompetenzen laut Experten gefördert werden?
Fachleute der Plattform Lernende Systeme empfehlen, die Förderung von KI-Kompetenzen bereits in der Schule zu verankern. Ergänzend dazu werden Investitionen in Daten- und Recheninfrastrukturen als notwendige Rahmenbedingung genannt, um eine nachhaltige KI-unterstützte Fachkräftesicherung in Wirtschaft und Verwaltung zu ermöglichen.
Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.




